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HenryWuilloud

9.4.1884 Sitten, 19.8.1963 Sitten, katholisch, von Collombey-Muraz. Sohn des Etienne, Departementssekretär, und der Julie geborene de Courten. Leontine de Courten, Tochter des Frédéric Justin. Gymnasium in Sitten, Ingenieur-Agronom am Polytechnikum Zürich, Doktor der Naturwissenschaften in Mailand (erster Walliser Agronom). 1910-1922 Lehrer für Weinbau und Vinifikation in Ecône und ab 1923 an der kantonalen Landwirtschaftsschule in Châteauneuf. Jahrzehntelang Dozent für Rebbau an der ETH Zürich. 1921-1927 Leiter der kantonalen Dienststelle für Weinbau. Erbitterter Gegner staatlicher Unterstützung für die Genossenschaftskellereien (Provins). 1930-1950 Generalsekretär der Walliser Weinhändlerunion, dann Sekretär und Vizepräsident der Walliser Handelskammer. 1957 Mitgründer und bis 1963 erster Prokurator des Ordre de la Channe (bacchantische Bruderschaft für die Promotion der Walliser Weine). Henry Wuilloud, der zahlreiche Fachpublikationen verfasste und in Diolly ob Sitten ein eigenes Rebgut bewirtschaftete, gilt als die bedeutendste Persönlichkeit in der Geschichte des Walliser Weinbaus im 20. Jahrhundert.

Quellen und Literatur

  • S. Carruzzo-Frey et al., Rebe und Wein im Wallis, 2010, v.a. 310
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 9.4.1884 ✝︎ 19.8.1963

Zitiervorschlag

Bernard Truffer: "Wuilloud, Henry", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 26.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/030827/2013-11-26/, konsultiert am 28.02.2024.