de fr it

EmileChambon

10.1.1905 Genf, 28.10.1993 Collonge-Bellerive, kath., von Genf. Sohn des Emile Joseph, Unternehmers und Amateurmalers, und der Joséphine Coppier, Französin. Ledig. Ausbildung an der Kunsthochschule, dann im Atelier von Jean-Louis Gampert in Genf. Seine oft monumentalen Bilder und Zeichnungen sind von einer geometr. Formensprache und von deskriptiver Präzision geprägt. C. war in den 1930er Jahren einer der wenigen Westschweizer Künstler, die sich mit dem Thema Politik befassten (an der Seite der Union nationale). Später bevorzugte er Szenen mit weibl. Figuren, die wie bei Balthus von einer distanzierten Erotik gekennzeichnet sind. Der Kunstsammler (u.a. afrikan. Kunst) hinterliess den Genfer Museen einen bedeutenden Fundus; das Museum Carouge besitzt eine Auswahl aus seinem Werk. 1926 und 1943 erhielt C. den Diday-Preis, 1975 den Preis der Stadt Genf.

Quellen und Literatur

  • J.-M. Marquis, Emile C., 1984
  • BLSK, 207
Weblinks
Weitere Links
SIKART
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 10.1.1905 ✝︎ 28.10.1993