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Joseph Mallord WilliamTurner

23.4.1775 London, 19.12.1851 London, Brite. Sohn des William Gay, Barbiers, und der Mary Marshall. Ledig. Kunstmaler. 1801 Mitglied der Royal Academy, ab 1807 dort Prof. für Perspektive. T. bereiste mehrfach Frankreich, Deutschland, Italien und insgesamt sechsmal die Schweiz. Er erstellte Skizzenbücher und z.T. finale Aquarelle, aufgrund derer er bei seiner engl. Kundschaft Aufträge für Ölgemälde zu erhalten hoffte. Insbesondere während seiner ersten Schweizer Reise 1802, an den Genfer- und Thunersee, in die Innerschweiz, nach Zürich und Graubünden, wurde T. durch die Erhabenheit der Alpen und der lichterfüllten Landschaft geprägt, die er in Skizzen und visionären Farbstudien einfing. Danach entstanden etwa die Gemälde der Teufelsbrücke (1803-04) oder des Rheinfalls (1806). Viele seiner Skizzenbücher, die nun im Nachlass T.s in der Tate Gallery in London aufbewahrt werden, sind nach Schweizer Aufenthaltsorten benannt. 1836-44 folgten weitere Reisen in die Schweiz, die etwa abstrakt anmutende Gemälde "Urnersee von Brunnen" oder "Rigi-Sonnenuntergang" (beide 1844) nach sich zogen.

Quellen und Literatur

  • Through Switzerland with T., Ausstellungskat. London, 1995
  • BLSK, 1054
  • T. et les Alpes: 1802, Ausstellungskat. Martigny, 1999
  • William T., Ausstellungskat. Essen und Zürich, 2002
  • L. Pedrioli, «Un inglese a Bellinzona», in K+A 62, 2011, 52-57
  • TA, 25.10.2011, 33
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Lebensdaten ∗︎ 23.4.1775 ✝︎ 19.12.1851