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MedardBoss

4.10.1903 St. Gallen, 21.12.1990 Zollikon, reformiert, von Zollikon. Sohn des Medard, Spitalverwalters, und der Klara geborene Schmid. 1) 1930 Gertrud Wissler, 2) Marianne Linsmayer. Medizinstudium in Zürich, Paris und Wien (u.a. bei Sigmund Freud). Psychiatrische Ausbildung in Zürich, Berlin und London. 1936-1939 Chefarzt der Privatklinik Knonau, dann Praxis in Zürich. 1939-1949 Mitarbeit in Carl Gustav Jungs Arbeitsgemeinschaft. 1947 Habilitation. Ab 1956 Titularprofessor für Psychotherapie an der Universität Zürich. Medard Boss leitete zusammen mit Gustav Bally die psychotherapeutische Ausbildung am Burghölzli. Als Schüler und Freund Martin Heideggers förderte er die Daseinsanalyse und gewann mit seiner eigenen Richtung internationale Anerkennung. Zahlreiche seiner Bücher wurden übersetzt. Während fast 20 Jahren präsidierte Boss die Internationale Gesellschaft für ärztliche Psychotherapie. Er hatte diverse Gastdozenturen und -professuren in den USA, Lateinamerika und Japan inne. 1971 wurde er mit dem Great-Therapist-Award ausgezeichnet.

Quellen und Literatur

  • Sinn und Gehalt der sexuellen Perversionen, 1947 (31966)
  • Einführung in die psychosomatische Medizin, 1954
  • Psychoanalyse und Daseinsanalyse, 1957
  • Indienfahrt eines Psychiaters, 1959 (31976)
  • G. Condrau, Medard Boss zum 70. Geburtstag, 1973
  • A. Pacheco, An Introduction to the Existential Psychology of Medard Boss, 1989
Weblinks
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 4.10.1903 ✝︎ 21.12.1990

Zitiervorschlag

Müller, Christian: "Boss, Medard", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 09.12.2019. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/031023/2019-12-09/, konsultiert am 11.04.2021.