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Johann GottfriedGrossenbacher

14.6.1851 Münsingen, 14.5.1929 St. Gallen, ref., von Hasle bei Burgdorf, ab 1893 von St. Gallen. Sohn des Johann, Tierarztes. Marie Dennler. Lehre als Kleinmechaniker in Winterthur, nach Wanderjahren Ausbildung zum Maschinentechniker am Technikum Winterthur. Danach Zeichner und Konstrukteur in der Eidg. Konstruktionswerkstätte in Thun. 1881 erwarb er in St. Gallen die physikal.-opt. Werkstatt von Heinrich Bertsch, wo er physikal. Apparate für den Schulunterricht baute. Früh erkannte er die prakt. Bedeutung der aufkommenden elektr. Energie und fügte dem Betrieb eine Abt. für angewandte Elektrizität an (Blitzableiter, Telefon- und Klingelanlagen usw.). Schliesslich widmete er sich vorwiegend der Installation und dem Verkauf elektr. Beleuchtungsanlagen. 1906 trat sein Sohn Ernst Walter (1883-1938), Elektroingenieur, in das Geschäft ein, 1913 kaufte er es seinem Vater ab. Das Unternehmen erlebte einen steilen Aufschwung: Neue Abteilungen (1920 Autoelektrik, 1923 Radio, 1927 elektr. Waschmaschinen) wurden gegründet und neue Zweiggeschäfte in den Ostschweizer Kantonen eröffnet. Unter G.s Enkel Ernst (1910-99) wurde Grossenbacher nach 1945 zum schweizweit tätigen Grossunternehmen, aufgeteilt in Einzelfirmen, die in den Sparten Installation, Automation, Elektronik, Kommunikation und Apparatebau tätig waren (1956 350 Mitarbeitende, 1981 800, 1990 2'000). 1967 erfolgte die Umwandlung der bisherigen Kommanditgesellschaft in eine Reihe selbstständiger Aktiengesellschaften unter dem Dach einer Holding. In den 1990er Jahren wurde das Firmenkonglomerat in alle Richtungen verkauft, wesentl. Teile gingen 1997 an ABB Schweiz.

Quellen und Literatur

  • Fs. 75 Jahre G. und Co., 1881-1956, 1956
  • I. Locher, 100 Jahre G., 1981
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Lebensdaten ∗︎ 14.6.1851 ✝︎ 14.5.1929