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HeinrichWeidmann

15.12.1851 Zürich, 11.10.1914 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Hans Conrad, Metzgers und Viehhändlers, und der Elisabeth geborene Rüegg. Ledig. Nach der Sekundarschule absolvierte Weidmann einen einjährigen Sprachaufenthalt in Lyon. Ab 1868 machte er eine kaufmännische Lehre in einem Handelsunternehmen für Chemikalien in Zürich. Danach war er für ein Speditionsunternehmen in Venedig sowie für Seidenhäuser in Mailand und London tätig. 1876 betreute er die chemische Abteilung eines Betriebs in Stäfa. 1877 erwarb Heinrich Weidmann die Stadtmühle Rapperswil (SG) und baute sie zu einer Kartonfabrik um, doch bald schon wurde Pressspan zur Elektroisolation, vor allem für Transformatoren und elektrische Bahnen, hergestellt. Daneben verarbeitete die Fabrik Naturprodukte mit isolierenden Eigenschaften. 1885 gründete Weidmann eine Fabrik in Oberachern (Stadtteil von Achern, Schwarzwald). Es folgte 1900 der Bau einer Fabrik für Pressspanausrüsterei in Gossau (ZH). Bei seinem Tod 1914 zählte das Unternehmen 150 Beschäftigte und ging an die von Weidmann als Erben eingesetzten Adolf Bellin, Prokurist, und Heinrich Kollbrunner, Buchhalter. Dem Bankrott nahe, gelangte das Unternehmen 1923 an ein Finanzkonsortium unter Führung von Jean Tschudi-Klaesi, dem Besitzer einer kleinen Feinpappenfabrik aus Ennenda. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gehörte die ehemalige H. Weidmann AG zur Wicor Holding AG.

Quellen und Literatur

  • 100 Jahre Weidmann Rapperswil, 2 H., 1977-78
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 15.12.1851 ✝︎ 11.10.1914

Zitiervorschlag

Peter Müller: "Weidmann, Heinrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 31.10.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/031157/2012-10-31/, konsultiert am 24.02.2024.