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RudolfLeuzinger

17.12.1826 Netstal, 11.1.1896 Mollis, vermutlich reformiert, von Netstal und Mollis. Sohn des Jakob, Schreinermeisters, und der Barbara geborene Weber. 1) 1851 Barbara Trümpi, 2) 1859 Rosina Trümpi (Schwester von Barbara). Früh verwaist, Jugend in der Knabenanstalt Linthkolonie bei Ziegelbrücke. 1844-1859 zuerst Lehrling, dann Mitarbeiter als Kartenstecher in der kartografischen Anstalt von Jakob Melchior Ziegler in Winterthur. Von diesem gefördert, brillierte Rudolf Leuzinger bald im Terrainstich, für den er bekannt wurde. 1859-1861 selbstständige Tätigkeit in Glarus, 1860 in Paris, unter anderem Arbeiten für Napoleon III. Ab 1861 in Bern, zuerst für die kantonale Forst- und Baudirektion, ab 1868 für das Eidgenössische Topographische Bureau. Gravur der Hochgebirgsblätter der Dufour- und Siegfried-Karten, die für ihre einfarbige plastische Darstellung berühmt sind. Leuzinger lithografierte 118 Blätter, bearbeitete über 200 Karten und schuf als Erster Reliefkarten mittels lithografischen Farbendrucks. Ab 1881 in Mollis, kartografisches Wirken im eigenen Atelier. Internationale Auszeichnungen für seine vielfältig verwendeten Karten (Schule, Touristik, Alpinismus, Militär).

Quellen und Literatur

  • Genealogie GL
  • Jb. des Schweizer Alpen Club 31, 1895/96, 296-303
  • Schweiz. Bauztg., 1896, Nr. 3, 22
  • J. Davatz, H. Laupper, Der Kartograph Rudolf Leuzinger, 1826-1896, Ausstellungskat. Glarus, 1984
Weblinks
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 17.12.1826 ✝︎ 11.1.1896

Zitiervorschlag

Urban Schertenleib: "Leuzinger, Rudolf", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 17.01.2008. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/031190/2008-01-17/, konsultiert am 18.07.2024.