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FrançoisAchard

23.7.1699 Genf, 22.4.1782 Berlin, reformiert, von Genf. Sohn des Abraham, Tuchhändlers, und der Anne Pinault. Bruder von Antoine (->). Ledig. Nach Beendigung seiner Studien in Genf und Lausanne war François Achard zunächst als Hauslehrer in Lyon tätig, dann in Genf als Erzieher des zukünftigen Grafen Karl Wilhelm von Finckenstein, des späteren Diplomaten und Ministers König Friedrichs II. von Preussen. Mit seinem Zögling unternahm Achard seine erste Reise nach Berlin (1735), wo er sich drei Jahre später, nach seiner Ernennung zum französischen Obergerichtsrat, niederliess. Nach der Thronbesteigung von Friedrich II. (1740) begab sich Achard als Sekretär der preussischen Gesandtschaft nach Frankreich. Den Rest seines Lebens widmete er seiner Beratungstätigkeit und dem Studium der Mathematik. Seine "Réflexions sur l'infini mathématique" (1745-1746) sind ein Versuch, die Lehre des französischen Philosophen Bernard Le Bovier de Fontenelle über die Realität des Unendlichen zu widerlegen. Ausserdem verfasste Achard die "Chemisch-physischen Schriften" (1780).

Quellen und Literatur

  • Livre du Recteur 2, 5
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Zitiervorschlag

René Sigrist: "Achard, François", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 21.02.2001, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/031214/2001-02-21/, konsultiert am 02.10.2022.