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GregorRazoumowsky

10.11.1759 St. Petersburg, 3.6.1837 Böhmisch Rudoletz (Mähren, heute Český Rudolec, Tschech. Republik), russ.-orthodox, später prot., Russe, um 1818 Österreicher (nach einer Verurteilung wegen Bigamie). Sohn des Cyrille, Präs. der Kaiserl.-Russ. Akademie der Wissenschaften, und der Katharina Iwanowna Narischkin. 1) 1797 Henriette von Malsen-Tilborch, 2) 1806 Therese Elisabeth Schenk von Kastel. R. wurde in Leiden von Jean-Nicolas-Sébastien Allamand in die Mineralogie und Geologie eingeführt. 1782 zog er nach Lausanne, um dort seine Ausbildung zu vervollständigen. Nachdem er 1783 die Société des sciences physiques von Lausanne mitgegründet hatte, nahm er Verbindung mit Horace Bénédict de Saussure in Genf und mit Jakob Samuel Wyttenbach in Bern auf. R. verfasste eine zweibändige, 1789 erschienene "Histoire naturelle du Jorat et de ses environs". 1793 verliess er die Schweiz und setzte seine wissenschaftl. Studien in Russland, Österreich und Mähren fort. R. war einer der ersten Geologen, die sich mit den Schweizer Alpen beschäftigten. Er gehörte zahlreichen naturwissenschaftl. Gesellschaften an, u.a. jenen von Basel, Lausanne und Zürich.

Quellen und Literatur

  • ÖBL 8, 448
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Zitiervorschlag

Saudan, Guy: "Razoumowsky, Gregor", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.03.2012, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/031231/2012-03-22/, konsultiert am 27.10.2020.