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SigfriedGiedion

Ausstellungsraum von Citroën in der Rue Marbœuf in Paris. Fotografie von Sigfried Giedion aus dem Jahr 1929, kurz nach der Einweihung des Gebäudes (gta Archiv/ETH Zürich, Nachlass Sigfried Giedion).
Ausstellungsraum von Citroën in der Rue Marbœuf in Paris. Fotografie von Sigfried Giedion aus dem Jahr 1929, kurz nach der Einweihung des Gebäudes (gta Archiv/ETH Zürich, Nachlass Sigfried Giedion). […]

14.4.1888 Prag, 9.4.1968 Zürich, ref., von Lengnau (AG). Sohn des Jonas, Textilfabrikanten. Carola Welcker, Kunsthistorikerin, Tochter des Carl, Bankiers. Maschineningenieurstud. an der Techn. Hochschule Wien (1913 Diplom), 1915-22 Stud. der Kunstgeschichte an den Univ. Zürich (ein Semester) und München, 1922 Doktorat bei Heinrich Wölfflin. G.s Werk stellt eine originelle Synthese zwischen kunst- und architekturgeschichtl. Forschung und der Verteidigung der Avantgarde-Architektur der 1. Hälfte des 20. Jh. dar, die er - ebenso wie das Design - mit konkreten Aktionen unterstützte. So war G. einer der Förderer der Siedlung von Neubühl bei Zürich (1928-31) und Mitinhaber der Möbelfirma Wohnbedarf AG. 1938-39 und 1954-57 wirkte er als Gastprof. an der Univ. Harvard und 1946-58 als Lehrbeauftragter an der ETH Zürich. In seinen Forschungen setzte er die Architekturgeschichte - von der Frühzeit bis zur Gegenwart - in Beziehung zum Wandel des Raumkonzepts. G. engagierte sich für die Erarbeitung axiolog. Grundlagen der Modernität. Er war Mitbegründer und Generalsekr. (1928-56) der Congrès internationaux d'architecture moderne.

Quellen und Literatur

  • ETH-GTA, Nachlass
  • Hommage à G., 1971
  • S. Georgiadis, Sigfried G., 1989
  • Architektenlex., 216 f.
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