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FerdinandGonseth

Der Mathematiker und Wissenschaftsphilosoph, fotografiert um 1930 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).
Der Mathematiker und Wissenschaftsphilosoph, fotografiert um 1930 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv). […]

22.9.1890 Sonvilier, 17.12.1975 Lausanne, ref., von Krattigen. Sohn des Ferdinand, Uhrmachers, und der Marie geb. Bourquin. 1917 Marguerite Jacot, Tochter des Paul Arnold, Bürgermeisters von Sonvilier. Gymnasium in La Chaux-de-Fonds, 1910-14 Fachlehrerstud. (Physik, Mathematik) an der ETH Zürich trotz sehr starker Sehbehinderung, 1916 Doktorat. 1920 ao. Prof. für angewandte Mathematik an der Univ. Zürich, 1920-29 o. Prof. für Allg. Mathematik an der Univ. Bern, 1929-60 o. Prof. für höhere Mathematik in franz. Sprache, ab 1946 auch für Philosophie der Naturwissenschaften an der ETH. Im Buch "Les fondements des mathématiques" relativierte G. 1925 die Mathematik als letzte streng rationale Wissenschaft. Für die Mengenlehre stellte er 1933 ein eigenes axiomat. System auf. Bedeutung erlangte er v.a. als Begründer der sog. offenen Philosophie, auch Idoneismus oder idoneist. Dialektik genannt. Ab 1938 Organisator der internat. Bedeutung erlangenden Entretiens de Zurich, des späteren Internat. Forums Zürich. 1946 Mitbegründer der Internat. Gesellschaft zur Pflege der Logik und Philosophie der Wissenschaften sowie 1947 der Zeitschrift "Dialectica". 1970 Dr. h.c. der Univ. Lausanne. Die Association Ferdinand Gonseth in Saint-Imier pflegt G.s philosoph. Erbe.

Quellen und Literatur

  • Teilnachlässe in: BCUL, BPUG, SLA
  • E. Emery, Ferdinand G., 1985 (mit Werkverz.)
  • E. Emery, Pour une philosophie du dialogue, 1995
  • A. Fabriziani, Conoscere il soggetto: l'ipotesi metodologica di Ferdinand G. tra scienza e filosofia, 1996
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