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HermannMüller-Thurgau

21.10.1850 Tägerwilen, 18.1.1927 Wädenswil, ref., von Tägerwilen. Sohn des Konrad Müller, Bäckermeisters und Rebbauern, und der Maria geb. Egloff. 1881 Bertha Anna Biegen, Tochter des Karl Anton, Weinhändlers, aus Oestrich (Hessen). Lehrerseminar Kreuzlingen, 1869-70 Lehrer in Stein am Rhein. 1870-72 Stud. am Polytechnikum Zürich (1872 Diplom) und in Würzburg (1874 Promotion), Assistent beim Botaniker Julius Sachs. 1876 Leiter der Pflanzenphysiolog. Versuchs-Station an der Königlichen Preuss. Lehranstalt für Obst- und Weinbau in Geisenheim (Hessen), 1891-1924 erster Direktor der Versuchsstation und Schule für Obst-, Wein- und Gartenbau Wädenswil und 1902 Prof. ad interim für Botanik am Polytechnikum Zürich. M. forschte u.a. über die Fruchtbarkeit von Reben, Rebenkrankheiten und den Säureabbau im Wein. Bekannt wurde er durch die künstl. Bestäubung: Die neue Rebsorte Müller-Thurgau zeichnete sich durch Fruchtbarkeit, Frühreife, hohen Zucker- und mässigen Säuregehalt der Trauben aus. 1920 Dr. h.c. der Univ. Bern.

Quellen und Literatur

  • Archiv der Eidg. Forschungsanstalt Wädenswil
  • Verh. SNG 108, 2. Tl., Anh., 1927, 14-31, (mit Werkverz.)
  • R. Fritzsche et al., Hermann Müller-Thurgau, 1850-1927, 1974
  • NZZ, 26.6.1982
  • NDB 18, 510 f.
  • R. Ries, «Zur Geschichte der Rebsorte "Müller-Thurgau"», in Rheingau Forum, 2008, Nr. 2, 14-18
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