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Placidus AndreasPlattner

1.5.1904 Chur, 8.5.1975 Basel, kath., von Untervaz. Sohn des Hermann Placidus, Chefarzts am Churer Kreuzspital, und der Maria geb. Clausen. Enkel des Placidus (->) und des Felix Clausen. Bruder des Joseph (->), des Felix (->) und des Paul, Arztes und Psychiaters. 1932 Elly Bernhard, Juristin, Tochter des Carl, Buchhändlers. 1924-29 Chemiestud. an den Univ. Freiburg, Genf und Bern, 1929 Promotion in Bern. 1929-37 Forschungschemiker bei Givaudan in Vernier. Mit Alexander Pfau arbeitete P. an Sesquiterpenen und Azulenen, die 1935 zur Entdeckung der Struktur des Azulens führten, eines neuen, mit dem Naphthalin isomeren Kohlenstoff-Ringsystems. Später gelangen ihm erste Synthesen von Azulenen. 1937-52 arbeitete P. an der ETH Zürich, unterbrochen von einer kurzen Tätigkeit bei der Ciba in Basel. Zunächst war er Mitarbeiter von Leopold Ruzicka, 1941 wurde er PD, 1942 Titularprof. und 1945 ao. Prof. für organ. Chem. P.s Forschungen hatten tiefgreifenden Einfluss auf den modernen Aromatizitätsbegriff. Er stellte die Plattner-Verschiebungsregel für die Deutung der Absorptionsspektren von Azulenen auf. Weiter beschäftigte er sich mit Terpenen, Welkstoffen, Hormonen und Antibiotika. 1952 wurde P. bei Hoffmann-La Roche in Basel Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter der gesamten Konzernforschung, die er modernisierte und ausbaute. 1965 Dr. h.c. der Univ. Bern und 1966 der ETH Zürich.

Quellen und Literatur

  • Helvetica Chimica Acta 60, 1977, 2109-2121
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Lebensdaten ∗︎ 1.5.1904 ✝︎ 8.5.1975