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Heinrich FriedrichWeber

7.11.1843 Magdala (Thüringen), 24.5.1912 Zürich, protestantisch, aus Magdala, ab 1901 von Zürich. Sohn des Adem, Kaufmanns, und der Christine Elisabetha geborene Weber. 1875 Anna Hochstetter, Tochter des Friedrich, Ökonomierats. Gymnasium in Weimar, ab 1862 Studium der Mathematik, Physik und Philosophie an der Universität Jena, dort 1865 Promotion in Physik. 1865-1869 Privatlehrer in Pforzheim. 1870-1874 Assistent an der Karlsruher Polytechnischen Schule und der Universität Berlin. 1874-1875 Professor für Physik und Mathematik an der Württembergischen Land- und Forstwirtschaftlichen Akademie Hohenheim in Stuttgart. 1875-1912 ordentlicher Professor für mathematische und technische Physik am Eidgenössischen Polytechnikum beziehungsweise an der ETH Zürich (1886-1890 Institutsneubau). Ab 1902 Vizepräsident und 1910-1912 Präsident der Eidgenössischen Meteorologischen Kommission. Mehrmals Präsident der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich. Heinrich Friedrich Weber arbeitete hauptsächlich auf den Gebieten der Elektrizitätslehre und Elektrotechnik, publizierte aber auch auf den Gebieten der Optik und der Kalorik (Wärmelehre). Er ignorierte die rasche wissenschaftliche Entwicklung im Bereich der Elektrodynamik, was ihm Kritik (u.a. vom jungen Albert Einstein) eintrug.

Quellen und Literatur

  • Atti dell'Associazione elettrotecnica italiana 16, 1912, 679-686
  • Verh. SNG 95, 1912, 44-53 (mit Werkverz.)
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Zitiervorschlag

Christian Baertschi: "Weber, Heinrich Friedrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.09.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/031704/2013-09-03/, konsultiert am 22.04.2024.