de fr it

WilhelmWeith

9.5.1846 Bad Homburg vor der Höhe (Hessen), 29.11.1881 Ajaccio (Korsika), ref., Deutscher. Sohn des Wilhelm Heinrich, Bierbrauermeisters, und der Susanna geb. Becker. Ledig. 1862 Stud. der Chemie am Eidg. Polytechnikum Zürich, danach an der Univ. Heidelberg, 1865 Promotion an der Univ. Zürich, 1866 PD an der Universität und am Polytechnikum, Vorlesungsvertretungen für Georg Städeler, 1870 Titularprof. am Polytechnikum, 1871 ao., 1874 o. Prof. für Chemie an der Univ. Zürich. In einer frühen Arbeit gelang W. die Aufstellung der Formel für Nitroprussidverbindungen. Bei der Entschwefelung von Senfölen entdeckte er die Verbindungsklasse der Carbodiimide, Stickstoffanaloga des Kohlendioxids, die mit Wasser zu Harnstoffen und mit Aminen zu Guanidinen reagieren. Mit der therm. molekularen Umlagerung von Phenylisocyanid, dem Entschwefelungsprodukt des Phenylsenföls beim Erhitzen mit metall. Kupfer, in Benzonitril zeigte er erstmals einen Weg auf, um von der Anilinreihe in die Klasse der Benzoesäuren zu gelangen. In späten Arbeiten führte W. chem. Analysen von Schweizer Seen durch und setzte sie in Beziehung zu deren Fauna.

Quellen und Literatur

  • Ber. der Dt. Chem. Ges. 15, 1882, 3291-3309
  • 75 Jahre chem. Forschung an der Univ. Zürich, 1909, 40-46 (mit Werkverz.)
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 9.5.1846 ✝︎ 29.11.1881