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AlexanderSchläfli

30.10.1832 Burgdorf, 5.10.1863 Bagdad, ref., von Burgdorf. Sohn des Johann Samuel, Bäckers, und der Louise geb. Tschanz, Tochter des Johann Georg, Indiennefabrikanten. Entfernter Cousin des Ludwig (->). Ledig. Ausbildung im Waisenhaus. Der Entomologe Rudolf Meyer-Dür weckte S.s Liebe zu den Naturwissenschaften. Wahrscheinlich ab 1849 Industrieschule Zürich, 1851-55 Medizinstud. an den Univ. Zürich und Paris, 1855 Dr. med. der Univ. Jena. Freundschaft mit dem Physikprof. Albert Mousson. Ab 1855 in Konstantinopel, dort türk. Militärärzt bei tunes. Truppen. S. beherrschte neun Sprachen und unternahm ausgedehnte Forschungsreisen in den Epirus, das Schwarzmeergebiet, das Zweistromland und bis nach Indien sowie auf die Insel Mauritius. Auf einer solchen starb er 1863 an Dysenterie. Sein Vermögen hinterliess er der Schweiz. Naturforschenden Gesellschaft zur Ausrichtung des Schläflipreises, der heute noch an Nachwuchs-Wissenschaftler vergeben wird.

Quellen und Literatur

  • A. Mousson, «Notizen über das Leben des Herrn Dr. Alexander S. von Burgdorf», in Verh. SNG 48, 1864, 326-386
  • F.A. Leibundgut, «Die Reisen des Dr. med. Alexander S. von Burgdorf», in Burgdorfer Jb. 45, 1978, 9-99 (mit Werkverz.)
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