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Zuppinger

Fam. aus Fischenthal, ab Mitte des 18. Jh. auch von Männedorf. Hans Heinrich (1789-1862), Kaufmann und Fergger von Männedorf, gelang der soziale Aufstieg zum Fabrikherrn. Er erwarb 1837 von Georg Heinrich Fäsi zum Regenbogen (1799-1863) in Zürich die 1827 gegr. Florettspinnerei im Eichthal in Hombrechtikon und bildete mit Hans Caspar Escher (1775-1859) und Conrad Pestalozzi eine Gesellschaft. 1855 beschäftigte der Betrieb 333 Fabrik- und 370 Heimarbeiter und war mit 6'640 Spindeln die grösste Florettspinnerei im Kt. Zürich. 1858 übernahm Hans Heinrich die Fabrik ganz. Sein Sohn Julius (1811-91) und dessen Sohn Heinrich Gerold führten sie weiter. 1895 wurde die Fabrik während der Krise in der Textilindustrie liquidiert. Walter (->) machte sich einen Namen als Maschineningenieur und Erfinder.

Quellen und Literatur

  • C. Bindschedler, Gesch. der Gem. Männedorf, 1939, 238 f.
  • W. Bodmer, «Die Einführung der Maschine in der Zürcher Florettseidenindustrie», in SZVwS, 86, 1950, 516-526

Zitiervorschlag

Baertschi, Christian: "Zuppinger", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.02.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/032395/2014-02-24/, konsultiert am 25.10.2020.