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GeorgeKeate

30.11.1729 Trowbridge (Wiltshire), 28.6.1797 London, anglikan., Engländer. Sohn des George K. of Isleworth und der Rachel Kawolski. Jane Catherine Hudson. K. machte sich einen Namen mit Gedichten, die 1781 in der Sammlung "The Poetical Works" erschienen, und Reiseberichten, aber auch mit Gemälden und Zeichnungen, die 1766-89 regelmässig in der Londoner Society of Artists ausgestellt wurden. Auf seiner Grand Tour durch Frankreich und Italien hielt er sich vom Sommer 1755 bis Herbst 1756 in Genf auf, wo er Voltaire und Charles Bonnet kennen lernte. Von hier aus unternahm er eine lange Reise durch die Schweiz, die ihn bis nach Schaffhausen und Zürich und auf dem Rückweg über Luzern ins Wallis führte. Von seiner Europareise brachte er 230 Zeichnungen mit, die heute im British Museum aufbewahrt werden und grösstenteils unediert geblieben sind, sowie das Material für die Werke "Short Account of the Ancient History, Present Government and Laws of the Republic of Geneva" (1761, franz. 1774) und "The Alps: A Poem" (1763), die er Genf bzw. der Schweiz widmete. Voller Begeisterung fasste er den Entschluss, ein Epos über die Schweiz ("The Helvetiad") zu schreiben. Diesen Plan unterbreitete er Voltaire, doch erschien lediglich ein Fragment in der Gedichtsammlung von 1781. Mit Voltaire korrespondierte er weiterhin und widmete ihm die in Versform gehaltene Epistel "Ferney: An Epistle to Monsr. de Voltaire" (1768). In England trug K. wie kaum ein anderer zur Schweizbegeisterung und zur Verbreitung des Mythos Genfs bei.

Quellen und Literatur

  • K.G. Dapp, George K., Esq., Eighteenth Century English Gentleman, 1939
  • Oxford Dictionary of National Biography, 2004, 30, 972 f.
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Lebensdaten ∗︎ 30.11.1729 ✝︎ 28.6.1797