de fr it

JakobHaringer

16.3.1898 (Johann Franz Albert) Dresden, 3.4.1948 Zürich, kath., aus Deutschland. Sohn des Johann Baptist Harringer, Vertreters und Wirts, und der Franziska geb. Albert. Ledig. Unehel. Kind, das der Vater erst Jahre später adoptierte. Schulen in Salzburg und Traunstein (Bayern), dann abgebrochene Lehre als kaufmänn. Angestellter in Salzburg. 1917 als Soldat eingezogen, 1918 als dienstuntauglich entlassen. Unstetes Vagabundenleben in Süddeutschland und Berlin, unterbrochen von Verhaftungen. Unterstützung durch Freunde, u.a. Alfred Döblin. 1936 Ausbürgerung, 1938 Emigration in die Schweiz, während des 2. Weltkriegs zeitweise interniert, ab 1946 in Köniz wohnhaft. Literarisch bedeutend durch meist im Eigenverlag publizierte Gedichte im Stil des franz. Dichters François Villon, u.a. "Die Dichtungen" (1925) und "Abschied" (1930). H.s expressionist. Lyrik kreist um seine Innenwelt. Ferner publizierte er Essays, Pamphlete, Prosa und Übersetzungen. 1925 Gerhart-Hauptmann-Preis, 1926 Kleist-Preis.

Quellen und Literatur

  • SLA, Nachlass
  • Salzburger Literaturarchiv, Teilnachlass im Nachlass Georg Rendl
  • W. Amstad, Jakob H., 1966
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 16.3.1898 ✝︎ 3.4.1948