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MargrithBigler-Eggenberger

Porträt von Margrith Bigler-Eggenberger. Fotografie, Anfang der 1970er Jahre (KEYSTONE, Bild 367025105).
Porträt von Margrith Bigler-Eggenberger. Fotografie, Anfang der 1970er Jahre (KEYSTONE, Bild 367025105).

14.3.1933 Henau (Uzwil), reformiert, von Köniz. Tochter des Mathias Eggenberger, Regierungs-, National- und Ständerats, und der Wilhelmina geborene Naef. Kurt Bigler, Seminarprofessor und Universitätsrat von St. Gallen. Nach Studien in Genf und Zürich erlangte Margrith Bigler-Eggenberger das Doktorat beider Rechte in Zürich. 1961 erhielt sie das St. Galler Anwaltspatent und war danach als Anwältin in Biel und St. Gallen tätig. Seit 1966 Richterin am St. Galler Versicherungsgericht, hielt sie ab 1967 Abendvorlesungen an der Hochschule St. Gallen, wo sie 1974 Lehrbeauftragte für Sozialversicherungsrecht wurde. Bigler-Eggenberger war Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (SP). 1972 wurde sie zur Ersatzrichterin gewählt und war 1974-1994 als erste Frau Richterin am Bundesgericht in Lausanne. Ihre Tätigkeit war geprägt von starkem sozialem Engagement und dem Einsatz für Chancengleichheit und Gleichberechtigung. Die Hochschule St. Gallen verlieh ihr 1974 die Ehrendoktorwürde.

Quellen und Literatur

  • Klett, Kathrin; Yersin, Danielle (Hg.): Die Gleichstellung von Frau und Mann als rechtspolitischer Auftrag. Festschrift für Margrith Bigler-Eggenberger, 1993 (mit Schriftenverzeichnis).
Von der Redaktion ergänzt
  • «Margrith Bigler-Eggenberger. Erste Bundesrichterin – mit Sensibilität für Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit», in: Schmid, Denise (Hg.): Jeder Frau ihre Stimme. 50 Jahre Schweizer Frauengeschichte 1971-2021, 2020, S. 72-79.
Weblinks
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VIAF

Zitiervorschlag

Soliva, Claudio: "Bigler-Eggenberger, Margrith", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 19.01.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/032482/2021-01-19/, konsultiert am 20.06.2021.