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SergeKarcevski

28.8.1884 Tobolsk (Sibirien), 7.11.1955 Genf. 1903-05 Lehrer in Nachratschi (heute Kondinskoje, Sibirien), dann Bibliothekar in Nischni Nowgorod. 1906 wegen polit. Tätigkeit in Moskau verhaftet, 1907 Flucht und Emigration nach Genf, Stud. u.a. bei Ferdinand de Saussure. 1917 Rückkehr nach Russland, 1920 erneute und definitive Emigration, bis 1922 in Strassburg, danach in Prag und ab 1926 wieder in Genf. 1927 Promotion, 1928-46 Lehrbeauftragter der Univ. für Russistik, bis 1954 Extraordinarius. Gründer und Leiter des privaten Institut d'études slaves, das 1947 der Universität angegliedert wurde. 1940 Mitbegründer der Société genevoise de linguistique. K. machte die Sprachtheorie de Saussures in Russland bekannt und setzte sie in den eigenen Forschungen zur russ. Sprache konsequent um. Er gehörte von Anfang an zum Kern des Prager Linguist. Kreises.

Quellen und Literatur

  • Cahiers Ferdinand de Saussure 14, 1956
  • R. Aegerter, Die schweiz. Wissenschaft und der Osten Europas, 1998, 136-139
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