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EugenKeller

3.11.1925 Basel, 28.12.2020 Basel, katholisch, von Basel. Sohn des Eugen Keller, Spediteurs, und der Emilie geborene Dietsche. 1952 Therese Schmidlin, Tochter des Hermann Schmidlin, Musikers. Eugen Keller erlangte 1945 am Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium in Basel die Matura und schloss 1949 sein Diplomstudium zum Bauingenieur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich ab. 1950-1972 wirkte er im Ingenieurbüro Gruner AG in Basel, ab 1963 als dessen Direktor und ab 1970 als Verwaltungsrat. Keller war Mitglied der Katholischen und Christlichsozialen Volkspartei bzw. Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) und vertrat diese 1960-1972 als Basler Grossrat (1970-1971 Präsident) sowie 1972-1992 als Regierungsrat, wobei er 1972-1976 dem Sanitätsdepartement und 1976-1992 dem Baudepartement vorstand. Als Baudirektor zeichnete er für zum Teil umstrittene Grossprojekte wie die Nordtangente (A2), den Masterplan Bahnhof SBB oder den Neubau der Wettsteinbrücke verantwortlich. In den 1970er und 1980er Jahren entwickelte er angesichts des massiven Widerstands der Region Basel gegen Atomkraftwerke innovative energiepolitische Sparmodelle. 1963-1972 präsidierte Keller die Katholische und Christlichsoziale Volkspartei Basel-Stadt. Zudem engagierte er sich in der katholischen Kirche von Basel.

Quellen und Literatur

  • Nordschweiz. Basler Volksblatt, 2.11.1985.
  • Basler Zeitung, 14.5.1992; 3.11.2005.
  • bz – Zeitung für die Region Basel, 4.1.2021 (Nachruf).
Weblinks
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 3.11.1925 ✝︎ 28.12.2020

Zitiervorschlag

Franz Wirth: "Keller, Eugen", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.08.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/033315/2021-08-24/, konsultiert am 28.05.2022.