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PeterGerber

8.6.1923 Frienisberg (Seedorf BE),11.4.2012 Bern, reformiert, von Langnau im Emmental. Sohn des Fritz Gerber, diplomierten Agronomen der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich, und der Rosa Johanna geborene Marti. 1955 Stefanie Rauber, Tochter des Walter Rauber. 1945-1949 studierte Peter Gerber an der ETH Zürich Agrarwissenschaften. Er war 1951-1957 Adjunkt und 1957-1988 Verwalter des Alters- und Pflegeheims Frienisberg. 1955-1957 wirkte er als Gemeinderat und 1957-1964 als Gemeindepräsident in Seedorf. Für die Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (ab 1971 Schweizerische Volkspartei) sass er 1962-1978 im bernischen Grossrat, den er 1975-1976 präsidierte. 1979-1987 gehörte er dem Ständerat an und war 1986 dessen Präsident. Gerber setzte sich vor allem für agrarpolitische Belange ein und war Mitglied zahlreicher Kommissionen, unter anderem der Finanz-, Militär- und Verkehrskommission, wobei er Letzterer vorstand. Er war auch Präsident des Bernischen und 1974-1988 des Schweizerischen Bauernverbandes, dessen Strukturen er mit einer Totalrevision der Statuten 1979 nachhaltig verbesserte. Ferner gehörte er ab 1978 dem Bankrat der Schweizerischen Nationalbank an, den er 1989-1993 präsidierte, 1967-1994 dem Verwaltungsrat der Zuckerfabrik Aarberg, dessen Präsident er 1988-1994 war, sowie dem Verwaltungsrat der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft. Im Militär kommandierte er im Rang eines Obersten 1971-1973 das Artillerieregiment 3.

Quellen und Literatur

  • Bieler Tagblatt, 18.12.1974; 4.12.1985.
  • Der Bund, 30.11.1985.
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Zitiervorschlag

Zürcher, Christoph: "Gerber, Peter", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 02.07.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/033520/2020-07-02/, konsultiert am 24.11.2020.