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RudolfFastenrath

12.3.1856 Kreuzweg bei Halver (Westfalen), 4.12.1925 Lamone, ref., 1905 Ehrenbürger von Magliaso. Sohn des Wilhelm, Gelbgiessers, und der Karoline geb. Bürger. Ledig. Ohne Medizinstud. eröffnete F. 1872 in Herisau eine Praxis für Geschlechtskrankheiten und löste damit einen Skandal aus. Nach vorübergehendem Berufsverbot betrieb er ab 1874 eine lukrative homöopath. Privatklinik, der ab ca. 1878 ein Versandhandel mit homöopath. Heilmitteln und Kaffee angegliedert war. 1905 übersiedelte er nach Magliaso, später nach Bedigliora und dann nach Lamone. F. war ein eifriger Tourismusförderer: 1891-93 initiierte er Bergbahnprojekte auf den Gäbris und den Säntis, 1902-07 besass er die Bad- und Kuranstalt Gontenbad und 1903-04 baute er eine Tonhalle für 600 Personen mit angeschlossenem Kurhotel in Herisau. Er begründete den Fremdenverkehr im Malcantone (Aufbau des Verkehrsbüros Magliaso). F. verfasste Volkstheaterstücke und Heimatliederzyklen. 1874-79 gab er die Monatszeitschrift "Schweiz. Dichterhalle" heraus. 1917 veröffentlichte er den stark autobiografisch gefärbten Roman "Lebensabend".

Quellen und Literatur

  • Grüetz Di Gott, mi Appezell, 1906
  • (Hg.) Neu-Deutschlands Dichterschatz, 1910
  • K. Steuble, «Heimat und Dichtung», in IGfr. 27, 1983, 41 f.
  • P. Grossi, Il Malcantone, 1984, 35-40
  • Appenzeller Ztg., 4.12.2000
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