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ArnoldKoller

10.4.1874 Herisau, 25.9.1959 Sufers, ref., von Speicher, ab 1892 von Herisau. Sohn des Eduard, Naturarzts, und der Elisabetha geb. Sauter. Sophie Fenner, Tochter des Johannes. 1889-93 Kantonsschule in St. Gallen, 1893-98 Medizinstud. in Basel und Zürich. 1899-1900 Assistent an der kant.-zürcher. Irrenanstalt Burghölzli, 1900-05 stellvertretender Direktor der kant. Anstalt Cery (Gem. Prilly), 1905-08 Aufbau der kant. Heil- und Pflegeanstalt in Herisau, bis 1923 deren Direktor. 1923-25 Chef der wissenschaftl. Abt. des internat. Büros gegen Alkoholismus in Lausanne, 1925-26 Leiter einer Privatklinik in Prilly, 1926-36 Direktor der neuenburg. Anstalt Préfargier, 1940-53 Mitarbeiter der psychiatr. Polyklinik Zürich. In der zu Beginn des 20. Jh. wenig geachteten Psychiatrie gehörte K. zu den Pionieren der systemat. Arbeits- sowie der Beruhigungs- und Ordnungstherapie. Die von ihm im Pavillonsystem konzipierte Herisauer Anstalt war ihrer Zeit voraus und hatte Vorbildfunktion. Irrenstatistiker. Präs. der schweiz. Zentralstelle gegen Alkoholismus.

Quellen und Literatur

  • Appenzeller Ztg., 28. 9. und 30.9.1959
  • H.J. Ritter, «Von den Irrenstatistiken zur "erbl. Belastung" der Bevölkerung», in Traverse, 2003, H. 1, 50-70, v.a. 67
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