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Max WilhelmGötzinger

4.11.1799 Neustadt bei Stolpen (Sachsen), 2.8.1856 Bad Oeynhausen (Westfalen), luth., aus Neustadt. Sohn des Wilhelm Lebrecht, Pfarrers, und der Charlotte Bielitz. Johanna Kirchhofer, Tochter des Johann Jakob, Kaufmanns. 1818-21 Stud. der Theologie in Leipzig, Hauslehrer in Buchholz bei Annaberg, ab 1824 Lehrer der dt. Sprache und Literatur am Institut Fellenberg in Hofwil, ab 1827 am Gymnasium in Schaffhausen, 1837-51 auch Prof. am Schaffhauser Collegium humanitatis (Rücktritt infolge Krankheit). G. verfasste das sehr erfolgreiche Grammatikbuch "Die Anfangsgründe der dt. Rechtschreibung und Satzzeichnung in Regeln und Aufgaben" (1827), Lehrmittel wie "Die dt. Dichter" (1831-32) sowie Studien zu versch. Dialekten. Er galt als Vertreter der psycholog. Richtung der Sprachlehre und setzte sich für die Förderung der Muttersprache an den höheren Schulen ein. 1838 erhielt er den Ehrendoktor der Univ. Basel und wurde 1841 Ehrenbürger von Schaffhausen.

Quellen und Literatur

  • J. Meyer, «Dr. Max Wilhelm G.», in Schr. des Vereins für Gesch. des Bodensees 40, 1911, 141-247
  • E. Rüedi, «Max Wilhelm G.», in SchBeitr. 33, 1956, 260-269
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 4.11.1799 ✝︎ 2.8.1856

Zitiervorschlag

Weibel, Andrea: "Götzinger, Max Wilhelm", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.09.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/041374/2005-09-12/, konsultiert am 04.12.2020.