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JohannesFrutiger

22.6.1836 Basel, 21.5.1899 Basel, ref., von Basel und Sigriswil. Sohn des Johann Abraham. 1867 Marie Louise Martin. Nach kaufmänn. Ausbildung Anstellung in der Buchhandlung und im Verlag im "Fälkli" zu Basel, die Christian Friedrich Spittler, dem Gründer der Pilgermission auf St. Chrischona, gehörten. 1858 wurde F. nach Jerusalem gesandt, um dort als Mitarbeiter in Spittlers Handelshaus zu wirken. Nach dessen Auflösung 1873 gründete er das Bankhaus J. Frutiger & Cie. Zum bedeutendsten Bankier Palästinas geworden, gab F. u.a. den Anstoss zum Bau der 1892 eingeweihten ersten Eisenbahnlinie des Landes (Jaffa-Jerusalem), deren Ausführung er finanzierte. Er war ferner an der Unterstützung zahlreicher christl. und jüd. Werke beteiligt, insbesondere am Bau von erschwingl. Wohneigentum für jüd. Einwanderer. Ungünstige äussere Umstände, v.a. aber der Ende der 1880er Jahre eintretende, fortschreitende Gedächtnisverlust F.s, führten zum allmähl. Zusammenbruch seiner Firma. 1894 kehrte er nach Basel zurück. Damit schied eine der bedeutendsten und angesehensten Persönlichkeiten aus dem öffentl. Leben Palästinas aus.

Quellen und Literatur

  • FamA F., Basel
  • A. Carmel, «Der Bankier Johannes F. und seine Zeitgenossen», in Pietismus und Neuzeit 11, 1985, 139-158
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Lebensdaten ∗︎ 22.6.1836 ✝︎ 21.5.1899