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Stachelbergbad

In der 2. Hälfte des 19. Jh. berühmtes Heilbad in Linthal (heute Gem. Glarus Süd), das seinen Ruf einer am linken Berghang entspringenden Schwefelquelle verdankte. Das 1768 erstmals zur Krankenheilung benutzte Wasser wurde ab 1812 in Holzrohren zu Tal geleitet und zum Baden und Trinken verwendet. 1830 wurde das erste Kurhaus S. errichtet. Weitere Neu- und Ausbauten folgten 1860, 1873, 1879, 1884 und 1902. S. entwickelte sich zum Treffpunkt einer wohlhabenden, internat. Klientel. Ab 1907 machte S. die Konkurrenz des Höhenkurorts Braunwald zu schaffen. Mit dem Ausbruch des 1. Weltkriegs blieben die Gäste aus, worauf das Bad 1915 in Konkurs ging.

Quellen und Literatur

  • H. Stüssi et al., «Bäderfahrt im Glarnerland», in Njbl. für das Glarner Hinterland, 1971, v.a. 55-60, 66-72
Systematik
Kulturerbe / Bäder

Zitiervorschlag

Marti-Weissenbach, Karin: "Stachelbergbad", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.07.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/041669/2011-07-12/, konsultiert am 30.11.2020.