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BenjaminDu Plan

13.3.1688 La Favède (F), Juli 1763 Kentishtown bei London, ref., aus den Cevennen. Sohn des Jacques Ribot, Herren von Le Plan. Madame Denmann, Tochter des M. du Passage, der aus der westfranz. Saintonge nach England geflohen war. D. verfolgte bis 1710 eine Militärkarriere; dann setzte er sich für das Wiedererstarken des Protestantismus in Frankreich ein. 1715 begegnete er Antoine Court, den er in seinen Bemühungen unterstützte. Als nach D. gefahndet wurde, floh er 1724 nach Genf. 1725 ernannte ihn die Synode von Nîmes zum Generalgesandten im Ausland, worauf er in ganz Europa Geld für die sog. Eglises du Désert (franz. Protestanten im Untergrund mit Zentrum in den Cevennen) sammelte. Mit Antoine Court war D. 1729 Mitbegründer des Séminaire français in Lausanne. 1738 liess er sich in England nieder. Wegen Sympathien für die "Inspirierten" wurde er heftig angegriffen. Auch seine Integrität wurde angezweifelt, obgleich er sich im Dienst der Kirche finanziell ruinierte. 1744 wurde er seiner Funktionen enthoben, 1749 jedoch wieder eingesetzt.

Quellen und Literatur

  • E. Clot, Benjamin D. et la fondation du séminaire de Lausanne, 1909
  • C. Lasserre, Le séminaire de Lausanne (1726-1812), 1997, 183-224
  • Entre désert et Europe, le pasteur Antoine Court (1645-1760), hg. von H. Bost, C. Loriol, 1998
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Lebensdaten ∗︎ 13.3.1688 ✝︎ Juli 1763