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Elektrowatt

Die E. wurde 1895 in Zürich unter dem Namen Elektrobank von der Berliner Allgemeinen Electrizitäts-Gesellschaft (AEG) gegründet, die den Markt für ihre Produkte auszuweiten suchte. Diese Bank für elektr. Unternehmungen sollte als Holdinggesellschaft die Finanzierung, den Bau und Betrieb elektr. Unternehmungen leisten. In den ersten Jahren wurden die Aktiven hauptsächlich in Deutschland (50%) und Italien (20%) investiert. Nach dem 1. Weltkrieg wurden inflationsbedingt zwei Kapitalschnitte zwecks Sanierung durchgeführt. Anschliessend baute die Elektrobank das Engagement in Deutschland zugunsten von Geschäftsaktivitäten in Spanien, Frankreich und den USA ab. Als sich der Auftritt auf dem internat. Elektrizitätsmarkt wegen des 2. Weltkriegs schwieriger gestaltete, betätigte sich die Firma vermehrt im Ausbau der schweiz. Alpenkraftwerke. Mit der 1946 erfolgten Umbenennung der Elektrobank in E. wurde die bereits um 1935 beschlossene Öffnung des Betriebs auch für industrielle Tätigkeitsbereiche deutlich markiert; als industrielle Holdinggesellschaft war die E. nicht mehr dem Bankengesetz unterstellt. 1969 stieg sie bei der Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg zu 51% ein, womit sie durch den Stromverbund eine wichtige internat. Position einnahm. Um 1975 investierte sie nur noch ein Drittel der Aktiven im Ausland. Die E. beteiligte sich auch an den Kernkraftwerken Gösgen und Leibstadt (Atomenergie). Zwar machte der industrielle Bereich ab 1985 den grössten Teil des Gesamtumsatzes aus, doch ertragsmässig blieb die Sparte Energie bedeutsamer. Der Jahresgewinn stieg von 2,8 Mio. Fr. 1947 auf einen Rekordgewinn von 212 Mio. Fr. 1993 an, der bis Ende des 20. Jh. nicht übertroffen wurde. Die enge Verbindung zur Schweiz. Kreditanstalt blieb bis 1998 bestehen, als die E. in eine schweiz.-dt. Energieholding (Watt AG) und eine Industrieholding aufgeteilt wurde, die als Siemens Building Technologies in den dt. Grosskonzern eingegliedert wurde.

Quellen und Literatur

  • A. Steigmeier, Power on, 1995
  • B. Bonhage, Unternehmerische Entscheidungen im Spannungsfeld gesamtwirtschaftl. Entwicklungen, Liz. Zürich, 1998
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