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Maschinenfabrik Oerlikon (MFO)

Flugaufnahme der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) von Walter Mittelholzer, vermutlich erste Hälfte 1920er Jahre (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Stiftung Luftbild Schweiz, LBS_MH03-1038).
Flugaufnahme der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) von Walter Mittelholzer, vermutlich erste Hälfte 1920er Jahre (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Stiftung Luftbild Schweiz, LBS_MH03-1038). […]

Unternehmen der Maschinenindustrie, 1876 von Peter Emil Huber als Werkzeug- und Maschinenfabrik Oerlikon gegründet, 1884/1885 durch eine elektrotechnische Abteilung unter der Leitung von Charles Brown erweitert (Elektroindustrie), 1886 in Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) umbenannt. Das Unternehmen beteiligte sich 1891 zusammen mit der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) Berlin an der Stromübertragung von Lauffen am Neckar zur elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt am Main. 1899 übernahm eine Bankengruppe unter der Leitung der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA) einen Teil der Aktien, die sich bis dahin ausschliesslich in Familienbesitz (Peter Emil Huber, Friedrich Wegmann) befunden hatten. 1905-1906 erfolgte eine Reorganisation; unter anderem ging die Werkzeugfabrikation an die Schweizerische Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon (später Oerlikon-Bührle) über, während die MFO die elektrotechnische Abteilung von Rieter übernahm. Bis 1909 führte die MFO (zeitweise mit Siemens-Schuckert) elektrische Traktionsversuche zwischen Seebach und Wettingen durch, die von Bedeutung für die Elektrifizierung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) waren. 1936 begann eine kontinuierliche Reorganisation des Unternehmens, unter anderem wurde ein modernes Personalwesen und die Ideologie der Betriebsgemeinschaft eingeführt. Unter der Leitung von Georg Heberlein und Franz Luterbacher wurde die MFO 1967 in die Brown, Boveri & Cie (BBC, später Asea Brown Boveri, ABB) integriert. Als organisatorische Einheit blieb die MFO jedoch bis Mitte der 1970er Jahre relativ selbstständig innerhalb der BBC erhalten. Das Unternehmen beschäftigte 1879 199, 1930 3351 und 1967 ca. 4500 Personen.

Quellen und Literatur

  • Angst, Walter; Müller, Karl Eugen: 75 Jahre Maschinenfabrik Oerlikon, 1876-1951, 1951.
  • Jaun, Rudolf: Management und Arbeiterschaft. Verwissenschaftlichung, Amerikanisierung und Rationalisierung der Arbeitsverhältnisse in der Schweiz, 1873-1959, 1986, S. 285-371.
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF

Zitiervorschlag

Peter C. von Salis: "Maschinenfabrik Oerlikon (MFO)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.11.2022. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/041810/2022-11-03/, konsultiert am 29.11.2022.