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Gebrüder Volkart

1851 gründeten Salomon (1816-93) und Johann Georg (1825-61) Volkart in Winterthur und Bombay die Handelsfirma G. Seit 1912 befindet sich das Unternehmen im Besitz der Fam. Reinhart. Die G. im- und exportierte die verschiedenartigsten Güter, v.a. aber Baumwolle, Kaffee, Kakao und andere landwirtschaftl. Produkte, von und nach ihren Niederlassungen im südostasiat. Raum (Indien, Pakistan, Sri Lanka) sowie Südamerika. Aus dem Kaffeehandel zog sich die Firma 1989 zurück und verkaufte diesen Geschäftszweig an die Winterthurer Erb-Gruppe. Im Rohstoffhandel mit Baumwolle war die G. weltweit das viertgrösste Unternehmen, bis sie 1999 auch aus diesem Geschäft ausstieg. Mit der Übernahme der Unternehmensleitung und dem Auskauf der übrigen Familienmitglieder durch Andreas Reinhart 1985 begann eine gezielte Diversifikationspolitik in den Finanzsektor (BZ Bank AG Zürich). Das Handelsunternehmen ist über eigene Börsenmaklerfirmen in New York und London vertreten. Über die Tochtergesellschaft Volkart Invest ist die G. im Portfolio-Management für Dritte engagiert. Unter der Führung von Andreas Reinhart wurden auch die Aktivitäten im kulturellen Bereich verstärkt. Die Volkart Stiftung tritt als wichtige Geldgeberin (Fotomuseum Winterthur) auf; Kunstsammlungen der Eignerfamilie (im Oskar Reinhart-Museum und am Römerholz in Winterthur) werden öffentlich zugänglich gemacht. Von 1950/51 bis 2006 waren die G. mit dem Suhrkamp Verlag verbunden (ab 1999 Minderheitsbeteiligung).

Quellen und Literatur

  • W.H. Rambousek et al., Volkart, 1990
  • Weltwoche, Nr. 18, 1997; Nr. 36, 1999
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