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Zellweger Uster

1874 eröffneten Jakob Kuhn und Jakob Wolfensberger in Uster die Lufttelegraphen-Werkstätte. 1880 übernahmen Alfred Zellweger und Wilhelm Heinrich von Ehrenberg diese Werkstätte und gründeten die Fabrik für electrische Apparate. Schwerpunkte der Produktion waren Lichtanlagen, elektr. Läutwerke, Telefonapparate, Telefonzentralen und Elektromotoren. 1918 wurde die bisherige Kommanditgesellschaft in die Zellweger AG Uster umgewandelt. 1923 nahm das Unternehmen die Fertigung von Radioempfängern auf. Nach einem Brand 1925 verlegte die Firma ihren Betrieb in die Gebäude der ehem. Grossspinnerei von Heinrich Kunz (heute Zellweger Park). 1927 begann sie, mechan. Hilfsmaschinen für Webereien zu produzieren. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Firma zu einem international führenden Hersteller von Textilmaschinen und Industrieelektronik. 1946 etwa wurde die erste Rundsteueranlage für Elektrizitätsversorgungsnetze in Betrieb genommen. Die 1948 erfolgte Eröffnung der Uster Corporation in Charlotte (North Carolina) markierte eine wichtige Etappe beim Aufbau eines weltweiten Filialnetzes. 1993 fusionierte die Firma mit der Luwa AG zur Zellweger Luwa AG. 2003 wurde der auf Kontroll- und Messsysteme spezialisierte Bereich Z. im Rahmen eines Management-Buy-outs aus der Zellweger Luwa Gruppe ausgegliedert und in Uster Technologies AG umbenannt. Das Unternehmen war Anfang der 2010er Jahre auf textile Qualitätskontrollsysteme spezialisiert und beschäftigte rund 450 Mitarbeiter.

Quellen und Literatur

  • Z. AG, Uster/Schweiz, 100 Jahre, 1875-1975, 1975
  • Zellweger-Luwa: 125 Years in Motion, 1875-2000, [2000]
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VIAF

Zitiervorschlag

Baertschi, Christian: "Zellweger Uster", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.02.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/041838/2014-02-07/, konsultiert am 30.10.2020.