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Geistlich

Die aus Deutschland zugewanderte Fam. G. war 1783-1850 in Greifensee ansässig, wo sie bis 1881 auch das Bürgerrecht besass. Über Meilen gelangte sie spätestens 1876 nach Schlieren und liess sich dort 1881 einbürgern. Johann Heinrich (1824-84), Schlosser und Prediger der evang. Täufergemeinde, war techn. Berater seines Glaubensbruders Heinrich Glättli in dessen 1851 in Riesbach gegründeten und 1868 von beiden nach Schlieren verlegten Leimfabrik. Sein Sohn Eduard (1856-1907) war ab 1884 Alleininhaber der Firma, die tierische Leime und Knochendünger fabrizierte. 1899 richtete er einen Zweigbetrieb in Wolhusen ein, der noch heute von Familienmitgliedern geführt wird. Eduards Söhne Eduard (1881-1954), Emil (1882-1944), Alfred (1883-1957) und Paul (1893-1974) wandelten die Firma 1909 in eine Aktiengesellschaft um. 1943 wurde die pharmazeut. Abteilung in Wolhusen gegründet. Ab den 1970er Jahren wurde die Firma restrukturiert. 1999 erfolgte die Gründung einer Holding mit den Tochterfirmen Agrasana (Knochenverwertung) und Ligamenta (Klebstoffe) in Schlieren sowie Pharma (Pharma- und Biomaterialien) und Alimenta (Kollagenfolien) in Wolhusen. Der Liegenschaftsbesitz wurde in die Geistlich Immobilia AG eingebracht. Rita G.-Hochstrasser, die Frau von Pauls Sohn Hans (1930), war 1994-2002 Stadtpräs. von Schlieren.

Quellen und Literatur

  • FamA und FirmenA, Schlieren
  • Hundert Jahre Eduard G. Söhne AG für chem. Industrie, 1951
  • P. Meier, H. Geistlich, Von der "Lymhütte" zum chem. Unternehmen, 1994
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