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Plakat zum 25-jährigen Bestehen der Einkaufsgenossenschaft, 1932 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
Plakat zum 25-jährigen Bestehen der Einkaufsgenossenschaft, 1932 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).

Die 1907 in Luzern gegr. Union Schweiz. Einkaufs-Gesellschaften spielte während beinahe 100 Jahren eine wichtige Rolle für die Konkurrenzfähigkeit des mittelständ. Detailhandels gegenüber den Konsumvereinen und der Migros. Initiant war der Solothurner Kaufmann Gotthold Brandenberger, der die Einkaufsgenossenschaft bis 1945 prägte. Diese dislozierte bereits 1910 aus verkehrstechn. Gründen nach Olten und nannte sich fortan Union Schweiz. Einkaufs-Gesellschaft Olten, abgekürzt U. Nach dem 1. Weltkrieg wuchs das Unternehmen rasch. Dem 1922-23 erbauten und 1931 erweiterten Lagerhaus in Olten folgten weitere Verteilzentren in der ganzen Schweiz (1925 Lausanne, 1937 Winterthur, 1949 Landquart, 1952 Bironico, 1957 Siders, 1964 Lyss, 1965 Egerkingen, 1966 Bussigny). Nach dem 2. Weltkrieg erhöhte sich die Zahl der Mitglieder auf über 4'000. Schon in den Anfangszeiten lancierte die U. auch Eigenmarken, etwa für Schokolade oder Gewürze, und betrieb ab 1921 eine eigene Kaffeerösterei. 1969 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unter der Leitung von Paul Bürgi, 1971 der Kauf der Waro AG, 1972 die Gründung der U.-Trimerco-Holding (UTH). Unter dem verschärften Konkurrenzdruck im Detailhandel in den 1970er Jahren geriet die U. in finanzielle Schwierigkeiten. Die beteiligten Banken boten 1984 ihre Aktien dem Publikum an, worauf Denner Anteile an der U. erwarb. 1985-89 wehrte sich die U. ständig gegen eine Übernahme durch Denner, bis schliesslich 1990 die Gruppe Hofer & Curti einstieg und Denner 1993 seine Beteiligung der UTH zurückverkaufte. Die Hofer & Curti AG wurde danach Hauptaktionärin der UTH, die bald auch die Pick Pay AG und die Import Parfumerie AG umfasste. 1996 änderte die UTH ihren namen in U. Hofer Curti AG. Beat Curti verkaufte 2003 seine Anteile an die dt. Rewe-Handelsgruppe, die sich 2005 aus dem Schweizer Markt zurückzog und die Reste der ehem. U. liquidierte. So gingen die Ladenketten Primo und Visavis an Volg, das Verteilzentrum in Bussigny an La Valaisanne und jenes in Egerkingen schliesslich an Denner.

Quellen und Literatur

  • 100 Jahre U., hg. von P. Kaiser, B. Meier, 2007