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Gebert

Sankt-gall. Familie, die vor 1800 Bürgerrechte in St. Gallenkappel, Gommiswald, Eschenbach und Alt St. Johann besass. Ob sich der Familienname vom Weiler Gebertingen (bei Ernetschwil) herleitet, ist unklar. Ein Zweig stieg im 20. Jh. rasch zu einer bedeutenden Unternehmerfam. im Bereich der Sanitärtechnik auf. Die Gründung der Firma erfolgte 1874 in Rapperswil (SG), als Caspar Melchior Albert G.-Domeisen (1850-1909) die Spenglerei seines Schwiegervaters übernahm. Unter ihm und seinen zwei Söhnen Albert (1880-1969) und Leo (1888-1964) erfolgte der kontinuierl. Ausbau. 1921 wurden alle Werkstätten in einem ersten Fabrikgebäude zusammengefasst. 1952 ermöglichte die Erfindung der Spülkastenherstellung aus Kunststoff einen markanten Aufschwung. Die Söhne Alberts, Heinrich (->) und Klaus (->), übernahmen den Betrieb 1953. Unter ihnen entwickelte sich die Geberit, wie die Firma nun hiess, zu einem Konzern mit 41 Gruppengesellschaften und Produktionsstandorten in acht Ländern mit international 4'436 Mitarbeitern (Stand 2002), davon rund ein Drittel in der Schweiz. Wegen Nachfolgeproblemen erfolgte 1997 der Verkauf des Familienunternehmens für 1,8 Mrd. Fr. an die brit. Beteiligungsgesellschaft Doughty Hanson & Co. Die Geberit-Gruppe ist europaweit führend in der Herstellung von sanitären Installations-, Abwasser- und Spülsystemen.

Quellen und Literatur

  • E. Halter, Gesch. der Gem. Jona, 1970, 227
  • Geberit-Inform, 1993-
  • NZZ, 5.3.1997
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