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Banca della Svizzera Italiana (BSI)

Die Banca della Svizzera Italiana (BSI) öffnete ihre Schalter 1873 in Lugano. Der Bau der Gotthardbahn war für einige Tessiner Persönlichkeiten der Anlass, in Zusammenarbeit mit dem Basler Bankverein, der Schweizerischen Kreditanstalt und der Banca Generale di Roma ein Kreditinstitut zu gründen, das den wirtschaftlichen Aufschwung im Tessin fördern sollte (Bau von kantonalen Eisenbahnlinien, Unterstützung von Branchen, z.B. des Tourismus). Von der Jahrhundertwende an beteiligte sich die BSI an Finanzgeschäften zwischen Italien und der Schweiz, denn nicht zuletzt die vom Kanton Tessin gewährten Steuervorteile zogen umfangreiche italienische Kapitaleinlagen bei Tessiner Banken an. Die BSI war dank ihrer günstigen Geschäftsentwicklung das erste Tessiner Institut, das 1935 eine Zweigstelle in Zürich eröffnete. Sie profitierte auch vom Konjunkturaufschwung der Nachkriegszeit (Bilanzsumme: 1873 7'601'000 Fr., 1914 88'254'000 Fr., 1950 102'224'000 Fr., 1993 7'249'608'000 Fr.). So wurde die BSI in den 1950er und 1960er Jahren eine der grössten Regionalbanken der Schweiz. Trotzdem blieb sie von dem Ende der 1980er Jahre einsetzenden Trend zur Konzentration nicht verschont. 1991 gelangte sie in den Besitz des Schweizerischen Bankvereins und wurde in eine Tochtergesellschaft integriert, die hauptsächlich in der Vermögensverwaltung tätige SBSI Holding SA in Lugano. Die BSI wurde 1998 von der italienischen Versicherungsgesellschaft Generali, 2014 von der brasilianischen Gruppe BTG Pactual, 2016 von der Gruppe EFG International übernommen und im selben Jahr geschlossen.

Quellen und Literatur

  • Etude comparée sur la Banque de la Suisse italienne pendant la période de 1875 à 1912, Typoskript, 1913
  • L. Caglio, Banca della Svizzera Italiana, 1973
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BSI