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Monteforno

Die M., Acciaierie e Laminatoi SA wurde im Dez. 1946 auf Initiative des Anwalts Aldo Alliata Nobili und des Ingenieurs Luigi Giussani mit ital. Kapital gegründet, das aus dem Metallwerk Cobianchi in Omegna (Piemont) stammt. Die Aktiengesellschaft, die ihren Sitz in Bodio hatte und deren Produktionsstätte im Gebiet der Gem. Giornico lag, konzentrierte sich auf die Herstellung von Spezialstahl, Walzstahl und in zunehmendem Masse von Stahl für Armierungsbeton, der v.a. auf schweiz. Märkten nördlich der Alpen verkauft wurde. 1968 kam das Stahlunternehmen Valmoesa in San Vittore als Tochtergesellschaft hinzu. Anfang der 1970er Jahre war M. mit 1'750 Beschäftigten, darunter vielen Ausländern, die grösste Industrieunternehmung des Tessins; sie besass überdies Beteiligungen an einem US-amerikan. und zwei ital. Stahlwerken. Nach der Übernahme durch die Von Roll in Gerlafingen 1977 ging die Belegschaft kontinuierlich zurück (1982 920 Beschäftigte; 1986 420; 1994 340). Infolge wachsender Verluste beschloss die Von Roll 1994, das Unternehmen zu schliessen, was schwerwiegende Auswirkungen auf die Beschäftigungslage und die Wirtschaft der drei Ambrosian. Täler hatte. Seit 2004 beherbergt ein Teil des ehem. Werkgeländes der M. die Tensol Rail SA.

Quellen und Literatur

  • M., Acciaierie e Laminatoi S.A., 1971
  • Ceschi, Ticino, 606-608

Zitiervorschlag

Guzzi-Heeb, Sandro: "Monteforno", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 18.06.2007, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/041948/2007-06-18/, konsultiert am 27.10.2020.