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NikolausMalacrida

1658, 21.12.1742, ref., Ewiger Einwohner von Bern. Sohn des Peter, Pfarrers, und der Esther Fischer. Bruder des Elisäus (->). Johanna Maria Zehender, Tochter des Samuel, Landvogts. Ursprünglich Uhrmacher. M. pachtete 1697 die obrigkeitl. Papiermühle zu Thal (Ittigen) und kaufte 1712/13 die Papiermühle in Worblaufen. 1702 gründete er mit Hilfe mehrerer Patrizier, die z.T. wegen religiöser Differenzen (Verweigerung des Assoziationseides auf die Helvet. Konfession) die Regimentsfähigkeit verloren hatten, die Bank Malacrida in Bern. Diese genoss in ganz Europa grosses Vertrauen, ging aber 1720 wegen des Zusammenbruchs des Law'schen Systems in Frankreich bankrott, wodurch viele bern. Familien grosse Verluste erlitten. 1722 handelte M.s Schwiegersohn David Gruner einen Sanierungsplan mit der bern. Regierung aus und übernahm die Bank.

Quellen und Literatur

  • J.R. Gruner, Genealogien der burgerl. regimentsfähigen Geschlechter der Stadt Bern, Ms., o.J., 147 f., (BBB)
  • H. Gugger, Ittigen, 1998, 231-233
  • N. Linder, Die Berner Bankenkrise von 1720 und das Recht, 2004
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 1658 ✝︎ 21.12.1742

Zitiervorschlag

Leuenberger-Binggeli, Jolanda: "Malacrida, Nikolaus", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.08.2008. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042062/2008-08-14/, konsultiert am 21.10.2020.