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Walther vonWartburg

Fotografie von Albert Teichmann, 1946 (Universitätsbibliothek Basel).
Fotografie von Albert Teichmann, 1946 (Universitätsbibliothek Basel).

18.5.1888 Riedholz, 15.8.1971 Riehen, kath., von Wangen bei Olten. Sohn des Anton, Sekr. des Solothurner Dep. des Innern, und der Maria geb. Remund. 1913 Ida Boss, Tochter des Eduard. Stud. der rom. Philologie an den Univ. Bern, Zürich, Paris und Florenz, 1912 Promotion in Zürich bei Louis Gauchat. 1912-19 Lehrer am Lehrerseminar in Wettingen, 1919-28 PD an der Univ. Bern und gleichzeitig Lehrer an der Kantonsschule Aarau. 1928 o. Prof. für rom. Philologie an der Univ. Lausanne und 1929-39 an der Univ. Leipzig, mit Ausnahme einiger berufl. Aufenthalte im Ausland. 1940-59 o. Prof. an der Univ. Basel. 1935-57 Herausgeber der "Zeitschrift für rom. Philologie". W. gründete 1949 das Institut für rom. Philologie in Berlin und leitete es bis 1962. Er verfasste zahlreiche Aufsätze und Studien wie "Evolution et structure de la langue française" (1934) und "Die Ausgliederung der rom. Sprachräume" (1936), einen grundlegenden Aufsatz über die Herkunft der rom. Sprachen. Mit seiner Frau übersetzte er die "Divina Commedia" (1963) ins Deutsche. Sein eigentl. Lebenswerk war aber das von ihm gegr. und geleitete "Franz. etymologische Wörterbuch", ein 1922 angefangenes und 2003 mit der Herausgabe eines Registerbands abgeschlossenes monumentales Werk in 25 Bänden. W. gehörte zu den bedeutendsten Romanisten des 20. Jh. und war u.a. Mitglied der Accademia della Crusca und der Accademia nazionale dei Lincei in Rom sowie der British Academy.

Quellen und Literatur

  • Die Entstehung der rom. Völker, 1939
  • Einführung in Problematik und Methodik der Sprachwissenschaft, 1943
  • Raccolta di testi antichi italiani, 1946
  • «Walther von W. (1888-1971)», in Zs. f. rom. Philologie 87, 1971 (Sonderausg. mit Werkverz.)
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 18.5.1888 ✝︎ 15.8.1971