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AlfredBangerter

22.4.1909 Biel (BE), 22.3.2002 St. Gallen, reformiert, ab 1946 katholisch, von Biel und Lyss. Sohn des Arnold Bangerter, Chirurgen und Frauenarztes in Biel, und der Serena Bangerter-Buser, Ärztin. 1) Katharina Blaser, 2) Esther Burkard. Alfred Bangerter absolvierte in Bern ein Medizinstudium, das er 1935 mit dem Doktorat abschloss. Er arbeitete 1936-1941 als Assistenz- und 1942-1944 als Oberarzt an der Universitätsklinik für Augenheilkunde und unterrichtete ab 1946 als Privatdozent sowie ab 1956 als Honorarprofessor an der Universität Bern. 1946-1974 war Bangerter Chefarzt der Augenklinik des Kantonsspitals St. Gallen. Hier entwickelte er neue Behandlungsmethoden und Instrumente, vor allem in der plastischen Augenchirurgie und bei degenerativen Netzhauterkrankungen (Medizin). Die nötigen Apparate entwickelte er zum Teil selbst. In der Augenklinik richtete er 1946 eine Sehschule ein, wo ab 1951 auch Orthoptistinnen und Augenarztgehilfinnen ausgebildet wurden. 1961 eröffnete er die Ostschweizerische Pleoptik- und Orthoptikschule (Opos), die 1987 in die Augenklinik integriert wurde. Weltbekannt wurde Alfred Bangerter als Pionier in der Prophylaxe und Therapie der funktionellen Sehstörungen (Schwachsichtigkeit, Schielen). Die zentrale Monografie Amblyopiebehandlung erschien 1953.

Quellen und Literatur

  • Bangerter, Alfred: Amblyopiebehandlung, 1953.
  • Steidele, Marlene (Hg.): Festschrift zur Erinnerung an die Eröffnung der OPOS, Mai 1961. Ostschw. Pleoptik- und Orthoptikschule, 1961.
  • Larese, Dino: Alfred Bangerter/Dino Larese. Aus meiner Arbeit. Zur Therapie beim Makulaloch/Alfred Bangerter, 1980 (mit Werkverzeichnis).
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 22.4.1909 ✝︎ 22.3.2002

Zitiervorschlag

Peter Müller: "Bangerter, Alfred", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.06.2023. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042367/2023-06-27/, konsultiert am 18.04.2024.