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EmilRupflin

17.3.1885 Lindau (Bayern), 5.11.1966 Chur, ref., von Lindau, ab 1936 von Chur und Tartar (heute Gem. Cazis). Sohn des August, Pflästermeisters, und der Agathe geb. Natterer. Barbara Bernhard, von Pfungen. Schulen in Lindau, 1902 Hausdiener in Zürich, 1905 Heilsarmeeoffizier in Bern. Als solcher in Zürich und in der Ostschweiz tätig, zuletzt 1916 in Chur. Ergriffen von der Situation Not leidender Kinder, gab R. seine sichere Stellung auf und gründete mit seiner Frau eine Stiftung für heimatlose Kinder. Im Aug. 1916 eröffneten sie ein Kinderheim in der ehem. Glockengiesserei Theus in Felsberg. Weitere Heime entstanden in Scharans, Trimmis, Zizers und Herisau. Das Hilfswerk überlebte, weil die Mitarbeiter nicht Lohn, sondern nur ein Taschengeld bezogen. R. führte seinen Erfolg - insgesamt wurden über 5'000 Kinder aufgenommen - auf Gottes Beistand zurück, weshalb das Werk Gotthilft-Werk genannt wurde. Der Sitz der Stiftung Gott hilft bzw. deren Zentralverwaltung war zu Beginn des 21. Jh. Zizers. Dem dortigen Heim wurde 1965 eine Heimerzieherschule (heute die Höhere Fachschule für Sozialarbeit) angegliedert.

Quellen und Literatur

  • P.P. Cadonau, «Emil R.», in Bündner Jb., 1968, 158 f.
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 17.3.1885 ✝︎ 5.11.1966

Zitiervorschlag

Bundi, Martin: "Rupflin, Emil", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.01.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042435/2012-01-05/, konsultiert am 27.10.2020.