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Franz vonErnst

29.8.1879 Bern, 9.1.1957 Bern, kath., von Bern. Sohn des Eduard, Bahnhofvorstands. Ledig. 1891-98 Gymnasium Feldkirch, Stud. der Rechtswissenschaften in Bern, Wien, Siena und Paris, 1903 bern. Fürsprecher. E. war zuerst als Bundeshauskorrespondent des "Vaterlands" sowie als Mitarbeiter versch. anderer kath. Zeitungen tätig. Er wurde zum Präs. des Berner Pressevereins sowie zum Vizepräs. des Vereins der Schweizer Presse gewählt. 1934-50 war er Direktor des Internat. Büros des Weltnachrichtenvereins (Union internationale des télécommunications). 1935-50 präsidierte er die schweiz. Rundspruchgesellschaft, ausserdem 1941-51 die Kommission der Berner Stadt- und Hochschulbibliothek. Auch politisch engagierte sich der mit Bundesrat Giuseppe Motta befreundete E.: 1919-34 war er nebenamtl. Sekretär des Nationalrats, 1938-42 Berner Grossrat der Kath. Volkspartei, die er auch präsidierte, und 1940-54 Mitglied des Kleinen Burgerrats der Burgergem. Bern. Als führendes Mitglied und Präs. des bern. Katholikenvereins wurde er zum Schöpfer der kath. Landeskirche des Kt. Bern. Seinen grössten Erfolg verbuchte er mit dem bern. Grossratsdekret von 1939, das den Katholiken im alten Kantonsteil Gleichberechtigung verschaffte. E. amtete 1939-57 als erster Präs. der kath. Gesamtkirchgemeinde Bern und war 1925 Mitbegründer der "Neuen Berner Nachrichten" sowie der Krankenkasse Konkordia. 1934 Dr. h.c. der Univ. Freiburg.

Quellen und Literatur

  • Neue Berner Nachrichten, 10.1.1957
  • Pfarrbl. für die röm.-kath. Gem. Bern, 11.1.1957
  • Biogr. Lex. verstorbener Schweizer 5, 1961, 376
  • F. Wäger, «Fürsprecher Franz E.», in Kath. Bern von 1799 bis 1999, hg. von G. Hanke Knaus et al., 1999, 44 f.
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Lebensdaten ∗︎ 29.8.1879 ✝︎ 9.1.1957