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FranzWeber

27.6.1927 Basel, 2.4.2019 Bern, katholisch, von Leuggern. Sohn des Joseph, Beamten, und der Maria geborene Leubin. Judith Kreis, Tochter des Max, Ingenieurs. Nach einer kaufmännischen Ausbildung begann Franz Weber 1949 ein geisteswissenschaftliches Studium in Paris. 1951 wechselte er in den Journalismus. 1965 führte er seine erste Kampagne für den Schutz der Oberengadiner Seen. Seinen Ruf als Umweltaktivist erwarb er sich mit seinen Kämpfen für den Erhalt des Lavaux, für das Hotel Giessbach über dem Brienzersee oder für die Bewahrung ausländischer Landschaften. Weiter setzte er sich für den Schutz bedrohter Tierarten ein. 1975 gründete er die Fondation Franz Weber, 1977 die Vereinigung Helvetia Nostra sowie 1979 den Tiergerichtshof und zusammen mit Denis de Rougemont die Vereinten Tiernationen. Weber lancierte zahlreiche Volksinitiativen, unter anderem die 2008 verworfene Initiative "Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten" oder die 2012 angenommene Initiative "Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen!", die den Bau von Zweitwohnungen auf 20% aller Wohnungen in einer Gemeinde beschränkt. Das 1987 gegründete und von der Fondation herausgegebene Journal Franz Weber verfolgt die gleichen Ziele. Weber schrieb mehrere Bücher, darunter Friede mit der Schöpfung (2009).

Quellen und Literatur

  • Langel, René: Franz Weber: l'homme aux victoires de l'impossible, 2004
  • Langel, René; Weber, Judith: Franz Weber: Rebell für die Natur, 2005
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Lebensdaten ∗︎ 27.6.1927 ✝︎ 2.4.2019