de fr it

Jeanne MarieGuyon

13.4.1648 Montargis (Orléanais), 9.6.1717 Blois, kath., Französin. Tochter des Claude Bouvier de la Motte, Junkers, und der Jeanne Le Meistre de la Maisonfort. Jacques G. du Chesnois, Junker. Auf Betreiben des Genfer Bf. Jean d'Arenthon d'Alex begab sich G. nach Gex, wo sie 1681-82 ein Heim für frisch vom Protestantismus zum Katholizismus konvertierte junge Frauen einrichten sollte, und dann nach Thonon. 1687 verbannte sie der Bischof wegen ihrer quietist. Grundsätze aus der Diözese. Ihre religiösen Schriften trugen ihr 1698 eine fünfjährige Gefängnisstrafe ein. 1703 rief sie an ihrem polizeilich vorgeschriebenen Wohnsitz in Blois einen Zirkel ins Leben, in dem sich Katholiken und Protestanten trafen. Sie pflegte Kontakte zu den Pietisten aus versch. Ländern und hatte zahlreiche Anhänger in der Waadt, u.a. den Pfarrer François de Watteville sowie Jean-François Monod. Ihre Werke wurden von Jean-Philippe Dutoit herausgegeben, dessen eigene Predigten und Abhandlungen stark von ihnen geprägt sind.

Quellen und Literatur

  • H. Vuilleumier, Histoire de l'Eglise réformée du Pays de Vaud sous le régime bernois 3, 1930, 540-548
  • M.-L. Gondal, Madame G. (1648-1717), 1989 (mit Werkverz.)
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 13.4.1648 ✝︎ 9.6.1717

Zitiervorschlag

Emmanuel Abetel: "Guyon, Jeanne Marie", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.06.2004, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042622/2004-06-22/, konsultiert am 28.01.2023.