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Jean-PierreSchaller

3.3.1924 Pruntrut, 18.8.2021 Delsberg, katholisch, von Vermes. Sohn des Georges Schaller, Industriellen, und der Laetitia geborene Crevoisier. Bruder des François Schaller, Wirtschaftswissenschaftler. Jean-Pierre Schaller schloss sein Theologiestudium an der Universität Freiburg 1948 mit der Promotion ab und wurde 1949 zum Priester geweiht. Als Vikar wirkte er 1949-1954 in Zürich und 1954-1959 in Saint-Imier. 1959-1989 war er Religionslehrer an der Kantonsschule Pruntrut. 1969 lehrte er als Gastprofessor für Medizinethik an der Universität Laval in Quebec. 1974 erlangte er den Doktortitel für Religionswissenschaften an der Pariser Sorbonne. Der eloquente Redner predigte überdies ab 1956 in der Pfarrei Trinité in Paris und später in der Pfarrei Saint-Louis d'Antin im 9. Arrondissement. Als Delegierter des Heiligen Stuhls bei der Unesco nahm Schaller an mehreren internationalen Bildungskongressen teil. Der Heilige Stuhl berief ihn 1981 zum kirchlichen Berater der Internationalen Föderation der katholischen Apotheker und Apothekerinnen – diese Funktion hatte er bis 2007 inne – und 1986 zum Berater des päpstlichen Rats für die Seelsorge im Gesundheitswesen. Auch wegen seiner zahlreichen Publikationen wurde Schaller 1968 zum Ritter sowie 1975 zum Offizier des Ordens Palmes académiques und 2002 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.

Quellen und Literatur

  • Walzer, Pierre Olivier (Hg.): Anthologie jurassienne, Bd. 2, 1965, S. 544-553.
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 3.3.1924 ✝︎ 18.8.2021

Zitiervorschlag

François Noirjean: "Schaller, Jean-Pierre", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.04.2022, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042666/2022-04-13/, konsultiert am 24.09.2022.