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JakobBüchler

Jakob Büchler aus Eggerstanden war der Initiant des appenzellischen Bannerhandels 1535-1539. Er warf Landammann Ulrich Eisenhut vor, bei einer Grenzbereinigung mit dem Rheintal die Appenzeller Interessen verraten sowie ein in der Schlacht bei Vögelinsegg erbeutetes St. Galler Banner diesen zurückverkauft zu haben. Eisenhut wurde 1535 verhaftet und versuchte vergeblich, sich gegen die Hetze von Büchler durchzusetzen. 1537 gab die eidgenössische Tagsatzung dem kurz zuvor verstorbenen Eisenhut Recht. Eine zweite Phase des Bannerhandels wurde durch die Konkurrenz mit St. Gallen im Leinwandhandel verschärft. Büchler beeinflusste die Landsgemeinde so sehr, dass ein Zug der Appenzeller nach St. Gallen geplant wurde, um deren Leinwandproduktion zu zerstören. Die Tagsatzung griff 1539 ein. Jakob Büchler wurde gebüsst und aller Ehren entsetzt.

Quellen und Literatur

  • AppGesch. 1
  • H. Büchler, Die Politik des Landes Appenzell zwischen dem zweiten Kappeler Landfrieden und dem Goldenen Bund 1531-1586, 1969, 36-56
Weblinks

Zitiervorschlag

Hermann Bischofberger: "Büchler, Jakob", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.01.2003. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042713/2003-01-27/, konsultiert am 09.12.2022.