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JohannesFrey

16.6.1743 Basel, 2.10.1800 Basel, ref., von Basel. Sohn des Johann Jakob, Drechslers. 1774 Anna Margaretha Faesch, Tochter des Johannes, Geldwechslers. Stud. der Theologie an der Univ. Basel, 1766 Pfarramtskandidat (sancti ministerii candidatus). 1773-1800 Lehrer am Basler Gymnasium, 1787-1800 Bibliothekar der Lesegesellschaft. F. trat 1764 zum Basler Pietismus über und schloss darauf Freundschaft mit Isaak Iselin. Anschliessend verfasste er mehrere religiöse Schriften. 1790 klagte der Kirchenkonvent F. wegen der Publikation einer radikal-aufklärerischen Schrift an. 1798-1800 war er Anhänger der Helvet. Revolution. 1800 folgten eine erneute Anklage durch den Erziehungsrat wegen häret. Verlautbarungen im Unterricht und darauf der Entzug der Lehrbefugnis. Erst nach seinem Tod wurde F. durch den helvet. Erziehungsminister freigesprochen.

Quellen und Literatur

  • P. Wernle, Der schweiz. Protestantismus im 18. Jh., 3 Bde., 1923-25
  • P. Wernle, Der schweiz. Protestantismus in der Zeit der Helvetik, 2 Bde., 1938-42
  • S. Kobelt, Nonkonformist am Pranger. Die Entwicklung von Johannes F. vom Pietisten zum Anhänger der Revolution, 1998
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