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JeanRival

17.2.1728 Genf, 4.7.1804 St. Petersburg, reformiert, von Genf. Sohn des David Rival, Uhrmachers, der in Jean-Jacques Rousseaus Confessions erwähnt wird, und der Madeleine Viridet. Unter dem Namen Aufresne wurde Jean Rival in jungen Jahren Schauspieler. 1757 schloss er sich der Schauspieltruppe von Bordeaux an, 1763 ging er in die Niederlande. Bald interessierte sich Voltaire für ihn. 1765 wurde er als Mitglied in die Comédie-Française aufgenommen; da seine Art des Theaterspiels bei seinen Kollegen nicht gut ankam, verliess er die Truppe noch im selben Jahr. Er zog ans Wiener Burgtheater weiter, wo er der jungen Marie-Antoinette Deklamationsunterricht erteilte. 1770 trat er in Strassburg in Anwesenheit Johann Wolfgang von Goethes auf, kehrte nach Wien zurück und ging in Italien und Frankreich auf Tournee, bevor er sich 1774 nach Potsdam zu Friedrich II. begab. 1776 spielte er in Châtelaine ein Stück Voltaires in dessen Beisein. Seine letzte Reise führte den von Katharina II. bewunderten Rival 1785 nach St. Petersburg, wo er zum Regisseur des Eremitage-Theaters und Lehrer des Kadettencorps ernannt wurde. Rival verdankte seinen Ruhm seiner Suche nach einer natürlichen Ausdrucksweise, die auf Effekthascherei verzichtete.

Quellen und Literatur

  • Aguet, Joël: «Aufresne», in: Theaterlexikon der Schweiz, Bd. 1, 2005, S. 93-94.
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Kurzinformationen
Variante(n)
Aufresne (Pseudonym)
Lebensdaten ∗︎ 17.2.1728 ✝︎ 4.7.1804

Zitiervorschlag

Jacob, François: "Rival, Jean", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 26.05.2021, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042734/2021-05-26/, konsultiert am 18.06.2021.