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Freie Evangelische Gemeinden

Die F. sind im Zuge der europ. Erweckungsbewegung als Gegenreaktion auf den theol. Liberalismus unter Betonung der Notwendigkeit persönl. Glaubens für den Empfang von Taufe und Abendmahl entstanden. Erste Gemeindegründungen erfolgten in Genf (1816), dann v.a. in Bern - die von Karl von Rodt geprägte Eglise de Dieu (1828) - und später an weiteren Orten wie Basel (1832) und St. Gallen (1837).

Die von der Landeskirche getrennten Einzelgemeinden, deren Autonomie biblisch begründet wird, wählen evangelikal ausgebildete Prediger und stützen sich auf die als bedeutsam erachtete Laienarbeit. Seit 1877 arbeiten die Gem. im schweiz. Bund F. zusammen, seit 1948 besteht der Internat. Bund F. Die Finanzierung von Gem., Sozialwerken und Mission geschieht durch freiwillige Spenden der Mitglieder. Ökumen. Beziehungen werden über die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) und innerhalb des Verbandes evang. Freikirchen und Gem. in der Schweiz gepflegt (Evangelische Freikirchen). Im Jahr 2000 gehörten ca. 6'000 Mitglieder über 100 Gem. an.

Quellen und Literatur

  • TRE 11, 493-497
  • A. Mauerhofer, Die Erweckungsbewegung im 19. Jh., 1987
  • O. Eggenberger, Die Kirchen, Sondergruppen und religiösen Vereinigungen, 61994